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Leunenburg, Kirche, Postkarte zum 600jährigen Jubiläum

Bild-ID 10008
Bild-Fremd-ID L
Titel Leunenburg, Kirche, Postkarte zum 600jährigen Jubiläum
Titel (polnisch) Sątoczno, kościół, pocztówka jubileuszowa z okazji 600-lecia
Beschreibung Kurz vor der Einmündung der Zaine in die Guber auf einer Bodenwelle errichtete man 1325/26 unter dem Komtur von Balga, Burggraf Dietrich von Altenburg (1325-1331, von 1335-1341 Hochmeister) eine Burg unweit der pruzzischen Festung Waistotepile.

Das Gelände, auf dem sie gegründet wurde, hieß "Lunen". Das bedeutete Morast, und davon gab es damals in dieser Flußniederung genug.

Im Jahr 1340 bezeichnete man Leunenburg noch als Kammeramt, 1342 oder 1343 befand sich hier jedoch der Sitz einer Komturei.

Nach dem verheerenden Angriff der Litauer 1347 und den damit verbundenen Zerstörungen löste man die Komturei Leunenburg aber wieder auf und unterstellte das Gebiet erneut der Komturei Balga, später für kurze Zeit der Komturei Rhein und dann dem Pfleger in Rastenburg. Die zerstörten Gebäude der Lischke und der Burg baute man großzügig wieder auf.

Im Ordensschloß wohne bis 1468 der Waldmeister. Zu diesem Zeitpunkt ging die Burg über auf den Söldnerführer und schwäbischen Ritter Albrecht Vogt von Ammerthal. Dessen einzige und erbende Tochter heiratete 1490 Botho zu Eulenburg und brachte Prassen, heute ein Ortsteil von Leunenburg, in dessen Familie ein.

Während des ersten schwedisch-polnischen Krieges (1626-1635) wurde die Burg 1628 zerstört und danach abgetragen. Lediglich Keller- und Fundamentreste blieben übrig. Das Burggelände wurde 1992/93 archäologisch untersucht.

Die Handfeste mit dem Stadtprivileg von Leunenburg ist nicht überliefert. Vielleicht auch in Zusammenhang mit den kurz aufeinander folgenden Stadtbränden 1580, 1586 und 1593 endete die einst so viel versprechend begonnene Entwicklung der Gemeinde recht abrupt. Leunenburg spielt in den folgenden Jahrhunderten keine herausragende Rolle mehr.
Aufnahmedatum 1926
Geographische Lage 21°06'10.65" O / 54°14'01.76" N
Ort [56212] Leunenburg Ortsinfo
Quelle [26] Bildarchiv der Kreisgemeinschaft Rastenburg
Fremd-ID L
Bezugsmöglichkeit siehe Einsteller
Einsteller Edith Kaes, edith (dot) kaes (at) t-online (dot) de
Letzte Änderung 2010-02-16