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Woplaucken, Schloß

Bild-ID 9332
Bild-Fremd-ID G8, 19a
Titel Woplaucken, Schloß
Titel (polnisch) Wopławki, pałac
Beschreibung Der Ort ist eine Gründung des Ordens aus der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Bei Woplaucken stellte der Ordensmarschall Heinrich von Ploczk 1311 das Heer des Litauer Großfürsten Witen (1293-1316), der zuvor plündernd von Natanten durch das Ermland bis in die Gegend von Barten gezogen war und dabei 1400 Frauen gefangen genommen haben soll.

Der Orden besiegte die Litauer, befreite die Geiseln und die sonstige Beute und hinterließ 3000 Tote.

Eine Marienerscheinung, die sich dem Ordensmarschall angeblich in dieser Schlacht zeigte und die Kindern später in einer Linde erschien, war Ausgangspunkt für den Marienkult in Heiligelinde.

Nach der Schlacht errichtete man in Woplauken eine Burg in Holz-Erde-Bauweise, die 1387-1389 als Sitz eines Pflegers bezeichnet wurde. Heute sind davon nur noch Reste der Wallanlage westlich des Guts zu erkennen.

Das Gut war seit Anfang des 16. Jahrhunderts im Besitz der Freiherren Schenk zu Tautenburg. Der Baron von Schmidtseck erwarb das Gut mit 1.450 ha Land 1825 aus einer Zwangsversteigerung, weil es das Erbteil seiner Frau, einer geborenen Schenk zu Tautenburg, sein sollte.

Im Januar 1945 brach der Fluchttreck nur wenige Stunden vor Eintreffen der Roten Armee auf, wurde aber im Stablack bereits überrannt. Trotzdem gelang es der Gutsfrau und einigen jungen Leuten, zu Fuß über das Eis des Frischen Haffs zu entkommen. Damit erging es ihnen besser als den Besitzern des nahen Gutes in Turwagy-Thurwangen, wo die Gutsfrau Ida Poerschke zusammen mit Tochter und Schwiegersohn beim Eintreffen der sowjetischen Soldaten erschossen wurden.

Auf mittelalterlichen Grundmauern errichtete man im 18. Jahrhundert ein Herrenhaus, Schloß genannt, das 1808 abbrannte, nach und nach wiederaufgebaut wurde und sein jetziges Aussehen zwischen 1870 und 1880 erhielt.

In dem unversehrten Gebäude wurde nach dem Krieg eine Staatsgüterverwaltung untergebracht, die in den 1970er Jahren eine Restaurierung besorgte. Dennoch verfällt das Gebäude zusehends.
Aufnahmedatum 1900 - 1945
Geographische Lage 21°24'52.60" O / 54°05'19.45" N
Ort [62642] Woplauken Ortsinfo
Quelle [26] Bildarchiv der Kreisgemeinschaft Rastenburg
Fremd-ID G8, 19a
Bezugsmöglichkeit siehe Einsteller
Einsteller Edith Kaes, edith (dot) kaes (at) t-online (dot) de
Letzte Änderung 2010-02-04