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Jeesau, Gutshaus

Bild-ID 10378
Bild-Fremd-ID J
Titel Jeesau, Gutshaus
Titel (polnisch) Jeżewo, dwór
Beschreibung Das Schloß stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der letzte Besitzer des 415 ha großen Gutes war Joachim Wendoff. Das Gut wurde 1926/27 in Betriebe von 7,5 ha (30 Morgen) aufgeteilt.

Nach dem 1. Weltkrieg wurden verstärkt Stadtrand-, Dorfrand- oder Gutssiedlungen erschlossen. Diese sollten helfen, die Landbevölkerung durch eigenen Besitz bodenständig zu machen, auch wollte man den aus Westpreußen und Posen vertriebenen Bauern neue Höfe geben. Zum Erwerb erhielten die Siedler Kredite mit 30 Jahren Laufzeit.

Die schwierige Lage der Landwirtschaft, die zur Aufgabe einiger Großbetriebe führte, veranlasste die Siedlungsgesellschaften, erhebliche Landflächen anzukaufen.
Der Höhepunkt der Siedlungsbestrebungen im Kreis Rastenburg lag in den Jahren 1929/30, als 3.000 ha neu übereignet wurden.
In den Jahren 1934/35 endete das „Siedeln“, das also nur unwesentlich auf der damaligen Propaganda von „Blut und Boden“ beruhte.
Insgesamt wurden von 1919 bis 1935 im Kreis 641 Siedlerstellen mit 8.630 ha geschaffen.

Jessau besaß Boden aus schwarzem Ton, der zu den schwersten Böden im Kreis Rastenburg gehörte. Daraus erwuchs den Siedlern mit ungenügendem Bestand an Ackergeräten und Maschinen eine unsagbare Belastung. Leider wurde der Fehler, Kleinbetrieben auf zu schweren Böden anzusiedlen, auch andernorts gemacht.
Autor Ursula Wendorff
Aufnahmedatum 1927
Geographische Lage ?
Ort [53815] Jeesau Ortsinfo
Quelle [26] Bildarchiv der Kreisgemeinschaft Rastenburg
Fremd-ID J
Fundort in Quelle DwuR-S123
Bezugsmöglichkeit siehe Einsteller
Einsteller Edith Kaes, edith (dot) kaes (at) t-online (dot) de
Letzte Änderung 2010-02-23