Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)


Bischofstein
Typ:Stadt
Landkr.:Rößel
Reg. Bez.:Allenstein
im/in:nördl. des Gr. Lautern-See
bei:16,5 km nordwestl. von Rößel
Einw.:3.163Mtb: 1991 -1KK-Ri: 1
pol. Name:
Bisztynek
Alte Ortsnamen:
Villa Schöneflys - Namensänderung nach 1346
Strowangen - Namensänderung nach 1385
Bischstein - Namensänderung um 1785
Bem:
Gegr. um 1346. Kirchen,Schulen,Kr. Haus, Brauerei,Sägewerke,Fabrik,Bahnstat.

Weitere Ortsinformationen

Orts-ID 50270
Deutsche Ortsbezeichnung (Stand 1.9.1939) Bischofstein
Vorletzte deutsche Ortsbezeichnung (vor der Umbenennung 1938) Bischstein
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung Bisztynek
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung (Lautschrift)
Gemeinde, Bezeichnung Stand 1.9.1939 Bischofstein
Kirchspiel, Bezeichnung Stand 1.9.1939 Bischofstein
Kreis Rößel (Kreis)
Kreiszugehörigkeit nach 1945
Messtischblatt-Nr. 19091
Lage in Messtischblatt 0       Lage in Messtischblatt - Legende
Messtischblatt-Jahr 1938
Einwohnerzahl, (Stand 1939) 3163
Bemerkungen aus der deutschen Zeit Die Stadt ist aus dem Dorf Strowangen, das zuerst „villa Schöneflys" (1346) genannt wird, entstanden. 1385 von Bischof Heinrich III. Sorbom zur Stadt erhoben und Bischofstein genannt (wohl als Kennzeichnung des Gründers in Verbindung mit dem riesigen Stein im Stadtgelände). Höhenlage der Stadt: 130 m über NN. Grundriß rechteckig in Nord-Süd-Richtung mit Rathaus im Mittelpunkt. Von den drei Toren in der Stadtmauer ist das Heilsberger Tor bis heute erhalten geblieben. Zahlreiche Brände, denen 1908 die letzten Laubengänge der Markthäuser zum Opfer fielen, 1939 auch das mit Hakenbuden umgebene Rathaus. Kath. Pfarrkirche St. Matthias, ein mit Backstein verkleideter Findlingsbau. Friedhofskirche St. Michael (1632 geweiht) als Ersatz für die nicht mehr vorhandene Pfarrkirche St. Martha des Dorfes Strowangen. 1858 wurde eine St.-Martha-Kapelle am vermutlich früheren Standort der St.-Martha-Kirche in Strowangen erbaut. Ev. Kirche (1888 erbaut). Schulen: Katholische (seit 1565) und evangelische Volksschule (ab etwa 1775); Höhere Schule von 1893 — 1897 als Privatschule, von 1919 — 1934 städtische Höhere Schule (Mittelschule); Städtische Berufsschule.

Wander- und Ausflugsziele: 1. Stadtwald mit Waldschenke, Tanzsaal und Festplatz (Schützenplatz). 2. Nach Lautern (9 km) mit Rast in Klackendorf (Gasthof Kriegs), durch den Trockenen Wald die Reichsstraße 128 bis Lautern, dort Spaziergang am Lautern-See, Bade- und Rudergelegenheit. 3. Eisenbahnfahrt nach Rößel (30 Min.): Heimatmuseum und Freilichtbühne. 4. Fahrt nach Heilsberg (40 Min.): Bischofsschloß, Simser/Alletal. Industrie: An die ehemalige Stadtziegelei und an das Töpferhandwerk erinnert der Ziegelberg (Tonerde). In neuerer Zeit entstand eine Maschinenfabrik und ein Mühlen- und Sägewerk. 1905 Anschluß an die Eisenbahnstrecke Wormditt — Angerburg. Busverbindung nach Bartenstein und Bischofsburg. Hotels, Gaststätten. Jugendherberge (10 Betten, 8 Notlager) im Giebel der kath. Mädchenschule auf dem Richthof. — Flächengröße 1939: 2169 ha. Einwohnerzahl 1895: 3157 (2844 kath., 261 ev., 49 Juden, 3 Andersgläubige; 1925: 3128 (2806 kath., 293 ev., 26 Juden); 1939: 3136. Haushaltungen: 926. In der Land- und Forstwirtschaft waren tätig 542, in Industrie und Handwerk 1269, in Handel und Verkehr 460; davon selbständige 621, mithelfende Familienangehörige 259, Beamte und Angestellte 348, Arbeiter 1387. — Eigenes Amtsgericht; zuständiges Landgericht: Bartenstein. Krankenhaus St. Barbara. Letzter Bürgermeister: Bruno Sommer

Quelle: Erwin Poschmann "Der Kreis Rößel", 4. Auflage, 1993, Herausgeber: Heimatbund des Kreises Rößel.
Bemerkungen aus der Zeit nach 1945
weitere Bemerkungen
Staatszugehörigkeit polnisch
Existenz Der Siedlungsplatz existiert
zusätzliche Informationen Bischofstein_Kurzinfo.pdf
Weitere Links
Landsmannschaftliche Kontakte Egbert Neubauer
Nordparkweg 29
41462 Neuss
Kreisvertreter
kreisgemeinschaft-roessel (at) gmx.de
Nordparkweg 29
41462 Neuss
http://www.ostpreussen.de/lo/mitglieder/die-39-heimatkreisgemeinschaften/roessel.html